Im Gespräch mit ...
Dr. Daniel Napieralski-Rahn, Kaufmännischer Direktor
Ich sehe keinen einzelnen Schlüsselmoment als besonders charakteristisch für die Geschichte der Klinik, sondern vielmehr den stetigen Wandel als Konstante.
Dr. Daniel Napieralski-Rahn, Kaufmännischer Direktor
Welche besonderen Ereignisse oder Meilensteine in der Geschichte der Klinik sehen Sie als die wichtigsten Schlüsselmomente, die den Erfolg und die Entwicklung der Einrichtung geprägt haben?
Das LWL-Klinikum für Kinder- und Jugendpsychiatrie Marl – Dortmund – Haardklinik hat eine lange Tradition in der Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit psychischen Herausforderungen und Erkrankungen. Ich sehe keinen einzelnen Schlüsselmoment als besonders charakteristisch für die Geschichte der Klinik, sondern vielmehr den stetigen Wandel als Konstante. Die Klinik selbst hat sich im Laufe der Zeit verändert und ist durch die Einrichtung von Tageskliniken wohnortnäher sowie niederschwelliger in ihrem Versorgungsangebot geworden. Das hat wesentlich dazu beigetragen, Vorbehalte gegenüber der Psychiatrie in unseren Pflichtversorgungsgebieten abzubauen und dazu geführt, dass die Hilfsangebote vor Ort immer selbstverständlicher angenommen werden.
Was ist Ihr persönlicher Schlüsselmoment in der Klinik, an den Sie gerne denken?
Es gibt für mich nicht den einen Schlüsselmoment, sondern vielmehr sehr viele. Diese sind immer mit Begegnungen verbunden. Ich hatte das große Glück, hier vor Ort viele Menschen in ihren Arbeitssituationen mit Patientinnen und Patienten kennenlernen und erleben zu dürfen. Zu sehen, mit welcher Motivation und Zuwendung die Kolleginnen und Kollegen die Kinder und Jugendlichen trotz aller Herausforderungen in den Mittelpunkt ihres Handelns stellen, ist etwas Besonderes. Daran denke ich sehr häufig.
Wo sehen Sie die Einrichtung in 60 Jahren, welche Entwicklungen oder Veränderungen halten Sie für besonders wichtig?
Diese Frage kann vermutlich niemand verbindlich beantworten. Was ich mit Sicherheit sagen kann: dass wir unsere Versorgungsangebote weiterentwickeln und uns auch künftig gegen das Tabu Psychiatrie einsetzen werden. Seelische Gesundheit betrifft alle Menschen und sollte noch stärker Teil unseres gesellschaftlichen Selbstverständnisses werden. Psychiatrie muss als Chance für Entwicklung und nicht als Ort des Versagens wahrgenommen werden. Dafür werden wir uns weiterhin engagieren sowie die wohnortnahe Versorgung erhalten und konsequent weiterentwickeln.